BAG Sommerschule 2007 Seit 1982 organisiert die BAG (Bagipe Association of Germany e.V.) eine sogenannte Sommerschule. Diese findet inzwischen traditionell auf Burg Breuberg im Odenwald statt. Während dieser Sommerschule können sich Piper, Drummer und Dancer während einer oder zwei Wochen im Sommer weiterbilden. Die BAG organisiert für diesen Zweck renommierte schottische bzw. internationale Lehrer, die in Gruppen mit den Schülern arbeiten. Am Abschluss-Wochenende findet im Burghof ein traditionelles Ceilidh (zwangloses Beisammensein zum Musizieren, Tanzen, Singen und Geschichtenerzählen) statt. In diesem Jahr nahmen fünf der insgesamt sieben Musiker der NFPB in der ersten Woche an der Sommerschule teil. Drei Musiker waren bereits in den vergangenen Jahren in der Sommerschule, zwei hatten dieses Jahr Premiere. Beginn war Montag der 23. Juli 2007. Nachdem alle gut an der Burg Breuberg angekommen waren, wurden erst einmal die Zimmer bezogen und sich ein Überblick über die Örtlichkeit verschafft. Nähere Informationen zur Burg Breuberg finden Sie unter www.burg-breuberg.de. Als dann Montag Abend auch die schottischen Lehrer eingetroffen waren, hieß es anstellen zum Vorspielen. Ein bisschen fühlt man sich dabei schon an bekannte Casting-Shows erinnert, wo viele Teilnehmer darauf warten der Jury ihr Können zu präsentieren um ausgewählt zu werden. Ziel des Vorspielens ist es allerdings nicht rausgeschmissen zu werden, sondern von den Lehrern in verschiedene Lern-Gruppen eingeteilt zu werden, entsprechend dem Spielniveau des Einzelnen. Es geht dabei recht locker zu und es wird auch keinem der Kopf abgerissen, wenn´s nicht sofort auf Anhieb klappt. Ein Wechsel der Gruppen ist jederzeit möglich, wenn sich während des Unterrichtes herausstellt, dass ein Schüler doch in der falschen Gruppe gelandet ist. Es müssen in dieser Woche keine Preise gewonnen werden, sondern den Schülern soll möglichst viel Lernstoff und Input mit auf den Weg gegeben werden. Nach dem Vorspielen klingt der erste Abend im gemütlichen Breuberg-Keller bei Bier und Musik aus. Die folgenden Tage sind dann hauptsächlich mit Unterricht ausgefüllt. Dieser findet statt von 9 bis 12 Uhr, nach einem stärkenden Mittagessen geht es dann von 14 bis 18 Uhr weiter, dann folgt Abendessen. Danach steht die Zeit jedem frei zur Verfügung, welche aber meistens auch mit Üben und gemeinsamen Spielen auf den Übungsinstrumenten oder auch den richtigen Instrumenten ausgefüllt ist. Abends ist dann der Breuberg-Keller geöffnet, wo sich ein ganzer Teil der Schüler trifft um dort zu quatschen und Erfahrungen auszutauschen. Meist gibt auch der ein oder andere Piper oder Drummer sein Können zum Besten, insbesondere die Lehrer. Begleitet werden diese Beiträge mit begeistertem Klatschen und Mitsingen der restlichen Anwesenden. Überwiegend wird der in der Woche vermittelte Lehrstoff erstmal auf den Übungsinstrumenten durchgespielt, später dann auf den Pipes und Drums. Bei entsprechender Wetterlage kann man dies hervorragend draußen in dem weitläufigen Gelände der Burg machen. Von überall her hört man fast den ganzen Tag über Pipes oder Drums und die Luft ist erfüllt von Musik. Die neu erlernten Stücke werden teilweise auf dem am Samstag stattfindenden Ceilidh aufgeführt und dafür wird natürlich auch geprobt. Zusätzlich gibt es mittwochs und freitags abends sowie samstags nachmittags noch die Massed Band Probe für das Ceilidh. Wer schon einmal eine Massed Band gehört hat, weiß, welches Klangerlebnis es ist, wenn viele Pipes und Drums zusammen kommen und gemeinsam Musik machen. Wer dies noch nicht erlebt hatte, sollte dies so schnell wie möglich nachholen, denn es ist ein grandioses Erlebnis. Der krönende Abschluss dieser Woche war das Ceilidh am Samstag, beginnend um 17 Uhr. Glücklicherweise hatte Petrus auch ein Einsehen und schenkte uns nach einem nachmittäglichen kräftigen Gewitterschauer einen schönen und trockenen Abend. Zuerst trat die Massed Band auf, danach führten die einzelnen Gruppen das Erlernte vor. Zwischendurch gab es noch Vorführungen der Tänzer, in welche auch das Publikum mit einbezogen wurde. Nach Programmende wurde noch lange zusammengesessen, geredet, getrunken, gesungen, gespielt und die Erlebnisse und Eindrücke der vergangenen Woche ausgetauscht. Rückblickend war es eine erlebnisreiche, teilweise anstrengende, aber sicherlich sehr schöne Woche. Es wurden neue Kontakte geknüpft und alte aufgefrischt. Man hatte das Gefühl zu einer großen Familie zu gehören und das verbindet natürlich. Von dem Erlernten konnte viel mitgenommen werden und dies wird auch an die gesamte Band weitergegeben.Vielen Dank an die Organisatoren der BAG, die Lehrer, an Jürgen Uhrig für seine Moderation des Ceilidhs und besonders auch an die Küchenmannschaft die uns eine Woche lang hervorragend versorgt und mit leckerem Essen gestärkt hat. Nach Breuberg ist vor Breuberg und wir werden sicher nächstes Jahr wieder hinfahren! In diesem Sinne alles Gute, Eure Nutscheid Forest Pipe Band Fotos vom Workshop findet Ihr in unserer Fotogalerie .
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