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Der Clan MachLachlan PDF Print E-mail
Geschichte des Clan MachLachlan 

Es wird angenommen, dass die MacLachlans von Lachlan Mor („Großer Lachlan“) abstammen, ein mächtiger Häuptling, welcher an den Ufern von Loch Fyne in Argllyshire im 13. Jahrhundert lebte.

 

Dieser Name ist bereits weit vor dieser Zeit in Irland erwähnt. „Lochlainn“ war ein beliebter Vorname in der Seitenlinie der großen Familie Ui´neill (O´neill), welche von dem im 5. Jahrhundert lebenden irischen König „Niall of the Nine Hostages“ abstammt. Der erste Häuptling dieser Seitenlinie war Lochlainn. Der Name ist tatsächlich norwe-gischer Herkunft. Dies kommt daher, da Lochlainns Vater irisch war und seine Mutter eine norwegische Prinzessin.

 

Dieser Lochlainn und seine Familie stritten sich seit jeher mit der Hauptlinie der Ui´neills, welche Anspruch darauf erhoben, die rechtmäßigen Könige von Ulster zu sein.

Der Disput endete schließlich im 13. Jahrhundert, als König Brian Ui´neill Donald Machlochlainn, ein Nachfahre Lochlainn´s, in einer Schlacht erschlug.

 

Die Ui´neills gelten als die nachweislich älteste Familie in Europa, so dass die MachLachlans, welche von ihnen abstammen, eine Geschichte haben, die zurück bis zu den heidnischen Hochkönigen von Tara im 5. Jahrhundert reicht.

 

Das traditionelle MachLachlan Territorium liegt in Argyllshire, rund um Lachlan Bay und Strachlachlan, an den östlichen Ufern von Loch Fyne. Heutzutage ist dies nur noch ein kleines Gebiet, welches sich auf ca. 11 Meilen Länge und 1,5 Meilen Breite erstreckt. Jedoch war das MachLachlan Land in früheren Zeiten ausgedehnter. Sie erstreckten sich bis zum gegenüberliegenden Ufer, angrenzend an die Festung der Campbells bei Inveraray.

Dies Gebiet gilt als das frühe schottische Königreich von Dalriada, festgelegt durch Immigranten von Ulster im 5. und 6. Jahrhundert.

 

In einem alten Ahnungsforschungs-Manuskript wird Lachlan Mor´s Stammbaum als „Sohn von Gilpatrick, Sohn von Gilchrist, Sohn von Aedh, Sohn von Anrothan“ dargestellt.

 

Dieser Anrothan ist eine historische Persönlichkeit. Er war der Cousin von Aodh Ui´neill, König von Ulster von 1030-1033.

Schließlich kam er nach Schottland und heiratete eine Tochter des Königs von Dalriada und erhielt Ländereien.

   

Er ist nicht nur als Vorfahre der MachLachlans anerkannt, sondern auch der Lamonts, der MacNeils of Barra, Gighan und Colonsay, der Lyons of Glamis, den MacEwens, den MacSwins, den Macsweeneys von Donegal und den MacSorleys.

 

In 1238 findet man den Namen von Lachlan Mor´s Vater, Gilpatrick mach Gilchrist, als Zeuge in einem Konzessionsvertrag benannt, in welchem sein Cousin Sir Ladman (of Clan Lamont) verschiedene Kirchen in Argyll der Paisley Abbey überschreibt.

 

Der Überlieferung nach war Lachlan´s Mutter Elisabeth, Tochter von Lord von Cowan, und somit ein Mitglied des Clan Lamont. Als sie Gilpatrick heiratete, brachte sie als Mitgift die Länderein in die Ehe, welche später die MachLachlan Territorien wurden.

 

Lachlan Mor muss ein Mann mit Freigeist gewesen sein. Als Alexander II. Argyll im Jahr 1249 unterwarf, forderte er Tribut von allen örtlichen Häuptlingen auf dem schnellsten Wege. Er selbst band Geldsäcke an die Hörner eines Rehbockes und schickte ihn auf den Weg zu seinem König. Das ist der Grund, warum bis heute Rehböcke im Wappen der MachLachlans dargestellt werden.

 

Da die Ländereien an den Ufern des Loch Fyne lagen, waren die MacLachlans auch Seefahrer. Man findet im dritten Viertel in ihrem Wappen eine königliche Galeere, in der Art wie sie von den „Lords of the Isles“ (Herren der Inseln) gebraucht wurde.

 

In 1292 war Gileskil MacLachlan Clan Chief. In diesem Jahr kam sein Land – wie das von elf anderen Clan Chiefs – unter ein neues Verwaltungssystem in Argyll durch König John Baliol.

Gileskil ist mehr verbreitet geschrieben als Gillescop, welches im Englischen übersetzt wird als „Anhänger des Bischofs“.

 

In 1296 begegnen wir einem anderen MacLachlan, als Ewen MacLachlan gezwungen wurde, Edward I. von England Treue zu schwören. Ewen´s Sohn Gillescop jedoch, war ein aktiver Anhänger von Robert the Bruce und ein Mitglied seines ersten Parlaments im Jahre 1308.

   

In einer Konzession datiert auf 1314 und unterzeichnet in „Castellachlan“ garantiert genau dieser Gillescop den in Glasgow predigenden Möchen eine jährliches Einkommen von 40 Shilling Stirling von seinen Länderein in Argyll.

Viele frühe Mitglieder des Clans hatten eine Verbindung zur Kirche. Es heißt, dass die MacLachlans an den Kreuzzügen teilnahmen und viele Mitglieder jüngerer Familienlinien die Priesterschaft erhielten.

 

In einer Konzessein von 1436, gewährt Iain MacLachlan, „Lord of Strahlachlan“, seinem Cousin Allan MachLachlan das Amt des offiziellen Leichenbestatters von Glassary. Dieser Allan war der direkte Nachfahre einer jüngeren Linie der Familie, bekannt als die MacLachlans of Dunadd. Danach taucht der Name MacLachlan in vielen offiziellen Dokumenten und Konzessionen auf.

Zu dieser Zeit waren die Campbells die mächtigste Familie in Argyllshire und die MacLachlans schlossen enge Verbindung mit ihnen.

Im 15. Jahrhundert war der damalige Chief, Iain MacLachlan einer von vielen, die eine Campbell-Erbin heirateten.

Er war glücklicher dran, als der erste MacLachlan, der dies tat. Über diese erste Hochzeit war der Hausgeist der MacLachlans, der auch für das Glück der Familie sorgte, so verärgert, dass er das Hochzeitsmahl verschwinden ließ.

 

In 1536 wird Archibald MacLachlan of that Ilk, als einer der Earls von Argylls 200 Verwandten und Anhängern genannt, welche die Hochzeit von James V und Prinzessin Madeleine de Valois, Tochter von Francis I von Frankreich, in der Kathedrale Notre Dame besuchten.  

 

Es gab jedoch auch unschöne Momente in der Geschichte der MacLachlans. Im Jahre 1646 während des Bürgerkrieges, ließen sich die Campbells auf eine Massaker gegen die Lamonts ein.

Einer der Hauptanstifter war Reverend Colin MacLachlan. Wegen ihm wurden viele Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet. Jemand nannte ihn später einen kriminell Wahnsinnigen.

 

Die MacLachlans unterstützten zu dieser Zeit die „Roundheads“ und 1656 war „Lauchlane MacLauchlane of the same“ durch Oliver Cromwell ernannter Friedensrichter für Argyllshire.

 

Ende des 17. Jahrunderts waren die MacLachlans glühende Jakobiten-Anhänger. Ihnen wird nachgesagt, dass sie längsseits  von Bonnie Dundee bei Killiecrankie im Jahre 1689 gekämpft haben. Bei der Schlacht von Sheriffmuir am 13. November 1715, war Lachlan MacLachlan of that Ilk, 16ter Chief, Colonel in der jakobitischen Armee des Earl of Mar.

 

Später im Jahr 1715, war Lachlan in Peterhead, als der sogenannten „Old Pretender“, Francis Edward Stewart, am 22. Dezember 1715 landete und setzen seinen Namen auf die Liste derer, die den „Old Pretender“ willkommen hießen.

Der Earl von Argyll – Kopf des Clan Campbell und MacLachlan´s Nachbar jenseits des Loch Fyne – kommandierte die Regierungs-truppen bei Sheriffmuir.

  

Einige Campbells verabscheuten die Sympathien von MacLachlan für die Jakobiter und man erzählt sich, dass ein Campbell von Ardkinglass ihn für fünf Jahre festsetzte, und ihn schließlich am 23. September 1719 erschoss.

 

Bei dem Aufstand von 1745 unterstützten die MacLachlans einmal mehr die Jakobiter, dieses Mal unter dem 17ten Chief, welcher ebenfalls mit Vornamen Lachlan hieß.

Lachlan hatte einen Offiziersposten in der Army des „Young Pretender“ und marschierte mit, als dieser nach Engeland vorrückte. Als sie Carlisle erreichten, war der Prince alarmierte über das Fehlen der englischen Rekruten und schickte MacLachlan nach Norden um dort Verstärkung von 3000 Soldaten zu suchen. Er blieb jedoch erfolglos.

 

Bei Culloden im Jahr 1746 führte er eine Truppe von 297 Männer an, zusammengesetzt aus 155 MacLachlans und 182 MacLeans, welche sich selber unter sein Kommando stellten, da ihr Chief selber nicht an der Schlacht teilnahm. Diese Truppe wurde zwischen den MacIntoshes und den Stewarts of Appin aufgerieben und sie war eine der letzten Truppen die den Befehl zum Angriff erhielten. Als MacLachlan auf seinem Pferd an der Spitze seines Regimentes vorrückte, wurde er von einer einzigen Kanonkugel getroffen und getötet. Die Einzelheiten seines Todes wurden in einem Brief an Bischoff Forbes im Jahr 1748 wiedergegeben, durch einen evangelischen Pfarrer, Reverend John MacLachlan von Kilchoan.

John war Kaplan aller Clans in der Armee des „Young Pretender“ und hatte bei den meisten Schlachten, von Prestonpans bis Culloden, Dienst gehabt. Es schließt seinen Brief mit dem Hinweis, dass er nun wie ein Eremit lebt, da seine Gemeindemitglieder entweder fast alle in der Schlacht gefallen, verstreut im Ausland sind oder sich zu Hause verschanzen.

 

Einer der gefangenen Jakobiten bei Culloden war Major Alexander MacLachlan of Ladhill. Zusammen mit anderen Gefangenen wurde er in Inverness unter entsetzlichen Bedingungen eingekerkert. Er wurde mit anderen Offizieren in Handschellen angekettet, und zwar so eng, dass diese die Haut am Handgelenk aufscheuerten und sich tief ins Fleisch bohrten, bis sie fast verschwanden. Jeder Gefangener war halbnackt, auch wenn das Wetter grässlich war und erhielt nur ein halbes Pfund ungekochten Weizenmehls als Mahlzeit.

Natürlich starben viele, aber die Körper wurden nicht auf den GEfägniszellen entfernt, so dass die Lebenden neben den Toten liegen mussten.

 

Neuigkeiten über die Niederlage der Schlacht von Culloden erreichten schließlich auch das Land der MacLachlans – auf traurige Weise. Verstreute Kämpfer kamen zurück über den Weg von Inveraray, auf dem westlichen Ufer des Loch Fyne.

Als die einen von Strathlachlan gegenüberliegenden Punkt erreichten, stürzte sich das Pferd des toten Chiefs in Wasser und schwamm rüber. Als dieses sich am anderen Ufer reiterlos aus dem Wasser kämpfte, wussten alle MacLachlans dass ihr Chief getötet wurde und die Sache der Jakobiten verloren war.

 

Als Strafe für seine Rolle in dem Aufstand, wurde das Heim des Clan Chiefs – Castle Lachlen – durch ein Regierungsschiff bombadiert, bis nur eine eine Ruine übrig blieb.

Lachlan´s Pferd weigerte sich die Ruine zu verlassen und blieb in dem Schutt zurück. Es blieb solange dort, bis es starb.

 

Jeder nahm an, dass das Land der MacLachlans an die Krone verpfändet würde, dies war jedoch nicht der Fall. Der letzte Lachlan MacLachlan hatte dies seinem gerade mal 10jährigen Sohn überschrieben, so dass das Land im Besitz der Familie blieb.

Om 12. Februar 1747, aufgrund der Fürsprache des Campbell Chief – nicht länger Earl of Argyll, aber Duke – erhielt Lachlan´s Enkel Robert einen neuen Vertrag hierüber.

Dies war eine großmütige Geste des Duke, da er während des Aufstandes auf Seiten der Regierung gekämpft hatte. Nicht nur deshalb, er tat es auch wegen der drohenden Gegenseite der Mächtigen in London.

 

Aber er war immer ein guter Nachbar der MacLachlans, selbst wenn ihn jüngere Linien der Familie mit Abneigung betrachten.

 
 
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